Silberborn/Holzminden (red). Bei winterlichen Bedingungen hat kürzlich ein militärisch geprägter Gedenk- und Leistungsmarsch durch den Solling stattgefunden. Mehr als 30 Kameradinnen und Kameraden versammelten sich am Parkplatz Hochmoor in Silberborn, um eine Strecke von über 16 Kilometern bis zum Wasserübungsplatz in Holzminden zu bewältigen.
Der Marsch stand im Zeichen des Gedenkens an das sogenannte Karfreitagsgefecht vom 2. April 2010 in Afghanistan. Dabei handelt es sich um eines der schwersten Gefechte der Bundeswehr im Auslandseinsatz, bei dem deutsche Fallschirmjäger in einen Hinterhalt gerieten. Drei Soldaten verloren dabei ihr Leben: Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.
Anspruchsvoller Marsch unter schwierigen Bedingungen
Um 9.30 Uhr setzte sich die rund 30 Personen starke Marschgruppe in Bewegung. Die Route führte über den Mecklenbruch und den Vogelherd in Richtung Schießhaus. Eine zwischenzeitliche sanitätsdienstliche Lage konnte durch die eigene Marschüberwachung schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Südlich des Schießhauses setzte dichter Schneefall ein. Kälte und Wind forderten die Teilnehmenden zusätzlich heraus. Eine Zwischenstation an „Niemanns’ Villa“ diente dazu, Kleidung zu trocknen und sich zu verpflegen.
Ziel nach rund fünf Stunden erreicht
Anschließend wurde der Marsch durch das Hasselbachtal fortgesetzt, bevor die Gruppe in den urbanen Bereich überging. Entlang der „Sollingstraße“ und durch die Fußgängerzone führte die Strecke schließlich zur Weser und weiter zum Wasserübungsplatz.
Gegen 14.15 Uhr erreichten die Teilnehmenden nach knapp fünf Stunden und mehr als 16 Kilometern ihr Ziel. Beim abschließenden Antreten wurde die Leistung gewürdigt.
Die Organisatoren dankten unter anderem der Kameradschaft ehemaliger Soldaten aus Boffzen sowie Gästen aus Hildesheim, Bad Pyrmont und Emmerthal. Auch Teilnehmende der Heimatschutzkompanie Holzminden und des Panzerpionierbataillons 1 waren beteiligt.
Besonderer Dank galt Bürgermeister und Oberstleutnant Christian Belke, der den Marsch aktiv begleitete.




Foto: Reservistenkameradschaft Holzminden