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Dienstag, 31. März 2026 Mediadaten Fankurve
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Höxter (red). Die Nachricht trifft die Region hart: Nachdem bereits bekannt geworden war, dass die Flotte Weser ihre Route nach Beverungen einstellen wird, folgt nun der nächste Einschnitt für die Schifffahrt auf der Oberweser. Die Reederei hat bestätigt, dass die Kreisstadt Höxter künftig nicht mehr im regelmäßigen Linienbetrieb angefahren wird. Statt fester Fahrpläne setzt das Unternehmen verstärkt auf Charter- und Eventfahrten.

Das bedeutet nach Angaben der Reederei das Ende einer langen Tradition. Zwar bleibt die Flotte Weser weiterhin in Höxter präsent, doch tägliche Abfahrten zu festen Zeiten gehören vorerst der Vergangenheit an. Im neuen Fahrplan für das Weserbergland sind Höxter und Corvey zwar noch verzeichnet, konkrete Zeiten fehlen jedoch. Stattdessen finden sich lediglich Hinweise auf Fahrten „nach Absprache und auf Anfrage“.

Wirtschaftliche Gründe und neue Ausrichtung

Laut Geschäftsführer Jörg Menze verursacht ein Schiff ganzjährig Kosten – unabhängig davon, wie lange es tatsächlich eingesetzt werden kann. Gleichzeitig sei seit der Corona-Pandemie ein wichtiger Kundenstamm weggebrochen: der Busreiseverkehr. Gruppenreisen, die früher maßgeblich zur Auslastung beitrugen, seien deutlich seltener geworden.

Vor diesem Hintergrund erscheint die strategische Neuausrichtung der Flotte Weser nachvollziehbar, wenn auch schmerzhaft. Künftig sollen Charter- und Eventfahrten im Mittelpunkt stehen. Ob Geburtstage, Firmenfeiern oder Hochzeiten – die Schiffe werden verstärkt als Veranstaltungsorte genutzt. Die Reederei bietet dazu individuelle Pakete inklusive Catering und Unterhaltung an. Ein Beispiel ist eine karnevalistische Fahrt mit dem Carnevalsverein Weserbrücke e.V. am 25. April ab 15 Uhr, an der Interessierte teilnehmen können.

Einschnitt für Höxter und lange Tradition

Für Höxter bedeutet die Entwicklung einen deutlichen Einschnitt. Der regelmäßige Linienverkehr war nicht nur ein touristisches Angebot, sondern auch Teil der regionalen Identität. Die Ära des verlässlichen Linienbetriebs ist damit vorerst beendet.

Die Schifffahrt auf der Oberweser blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in der Antike wurde der Fluss als Transportweg genutzt, später spielte er auch in historischen Auseinandersetzungen eine Rolle. Die moderne Fahrgastschifffahrt begann Mitte des 19. Jahrhunderts: 1854 nahm mit der „Blücher“ der erste Raddampfer zwischen Hameln und Hann. Münden den Betrieb auf. In den folgenden Jahrzehnten entstand ein dichtes Netz an Anlegestellen, von dem auch Höxter und Beverungen profitierten.

Strukturwandel und Herausforderungen

Im Jahr 1939 umfasste die Flotte zehn Schiffe mit insgesamt 30 Anlegestellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich jedoch das Freizeitverhalten grundlegend. Konkurrenz durch Auto und Bahn sowie sinkende Fahrgastzahlen führten 1964 zum Konkurs der damaligen Gesellschaft. Kommunen übernahmen anschließend die Schiffe und gründeten eine neue Gesellschaft, die bis 2003 bestand.

Teile der Flotte gingen danach an die heutige Flotte Weser über, die den Betrieb unter zunehmend schwierigen Bedingungen fortführte. Ein zentrales Problem bleibt der Wasserstand der Weser. Immer wieder führen niedrige Pegel dazu, dass der Betrieb vorzeitig eingestellt werden muss. Zwar gelten die eingesetzten Schiffe als vergleichsweise flachgängig, doch bei einer Fahrwassertiefe von unter 90 Zentimetern wird es kritisch. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu solchen Einschränkungen, teilweise bereits im Hochsommer.

Foto: TKu

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