Stadtoldendorf (red). Die CDU/UWG-Gruppe in der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf hat die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf besucht, um sich ein eigenes Bild von der aktuellen Situation rund um den diskutierten Neubau des Feuerwehrhauses zu machen. Im Mittelpunkt standen dabei die baulichen Gegebenheiten vor Ort, die rechtlichen Rahmenbedingungen, einsatztaktischen Anforderungen sowie geltende Vorschriften und Richtlinien für ein modernes Feuerwehrhaus.
Einigkeit über dringenden Handlungsbedarf
Nach einer intensiven Vorstellung und eingehenden Gesprächen mit den Verantwortlichen der Feuerwehr bestand unter den anwesenden Ratsmitgliedern Einigkeit: Es stelle sich nicht mehr die Frage, ob in Stadtoldendorf gebaut werden müsse, sondern nur noch, wie dieser Neubau schnellstmöglich umgesetzt werden könne.
Realeinsatz verdeutlicht Situation
Besonders eindrucksvoll wurde der Besuch durch einen Realeinsatz, der während des Termins stattfand. Ortsbrandmeister Sascha Hartmann erläuterte dabei gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michael Mundhenke anschaulich die Abläufe von der Alarmierung bis zum Ausrücken der Einsatzkräfte. Für die Mitglieder der CDU/UWG-Gruppe wurde so nochmals deutlich, unter welchen Bedingungen die Feuerwehr Stadtoldendorf derzeit ihre Arbeit leisten müsse. Wer diese Abläufe einmal live erlebt habe, erkenne schnell, dass es nicht um Komfort, sondern um Sicherheit, Funktionalität und verlässliche Einsatzbedingungen gehe.
Feuerwehrstandorte als zentrale Aufgabe
Mit Blick auf mehr als 170 Einsätze im vergangenen Jahr sei für die CDU/UWG-Gruppe klar, dass sichere und leistungsfähige Feuerwehrstandorte höchste Priorität hätten. Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden leisteten an 365 Tagen im Jahr einen unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit. Dieses Engagement verdiene nicht nur Anerkennung, sondern auch die notwendigen baulichen Voraussetzungen für einen modernen und sicheren Einsatzdienst.
Weitere Projekte im Blick
Gleichzeitig betont die Gruppe, dass auch in weiteren Feuerwehren der Samtgemeinde teilweise erhebliche Bedarfe bestehen. Im Bereich Dielmissen/Luerdissen/Oelkassen sei man sich bereits über eine Fusion einig, ein entsprechender Neubau befinde sich in Planung. Der in diesem Jahr erwartete Brandschutzbedarfsplan solle als Grundlage dienen, um weitere Maßnahmen in der Samtgemeinde zukunftsgerichtet zu priorisieren.
Klare Forderung nach schneller Umsetzung
Für CDU und UWG sei klar, dass der notwendige Neubau in Stadtoldendorf nicht weiter aufgeschoben werden dürfe. Parallel müsse für die übrigen Feuerwehrstandorte ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickelt werden, das die Reihenfolge weiterer Maßnahmen nachvollziehbar darstellt.
Unter den anwesenden Mitgliedern habe Einmütigkeit geherrscht, dass noch in diesem Jahr die Standortfrage abschließend geklärt werden müsse. Im Anschluss solle die konkrete Planung beginnen. Entsprechende Haushaltsmittel seien im Haushalt 2026 bereits vorgesehen.
Finanzlage im Blick behalten
Mit Blick auf die angespannte finanzielle Lage der Samtgemeinde, die voraussichtlich in den Haushaltsjahren 2027 und 2028 in die Haushaltssicherung geraten werde, sei aus Sicht der Gruppe eine frühzeitige Prioritätensetzung notwendig. Wenn finanzielle Spielräume geringer würden, komme es umso mehr darauf an, Pflichtaufgaben verantwortungsvoll und mit Weitblick anzugehen. Der Brandschutz gehöre dabei zur zentralen Daseinsvorsorge.
Die CDU/UWG-Gruppe verbindet mit dem Vor-Ort-Termin ein klares Signal: Die Feuerwehr Stadtoldendorf benötige zeitnah eine tragfähige bauliche Lösung. Gleichzeitig sollten die weiteren Feuerwehrstandorte auf Grundlage eines schlüssigen Gesamtkonzepts betrachtet werden. Wer die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren dauerhaft sichern wolle, müsse jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, so die Gruppe.
Foto: CDU SG Eschershausen-Stadtoldendorf