Landkreis Holzminden (lbr). Yvonne Niemeyer hat am 20. Februar mit sofortiger Wirkung den Kreisvorsitz der CDU niedergelegt. Für zahlreiche Mitglieder kam dieser Schritt überraschend, parteiintern hatten sich jedoch bereits seit geraumer Zeit Spannungen abgezeichnet.
„Ich habe diese Entscheidung bewusst getroffen. Eine vertrauenvolle Zusammenarbeit war einfach nicht mehr möglich“, erklärt Yvonne Niemeyer im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende intensive Phase des Kommunalwahlkampfes habe sie die Konsequenzen gezogen. Insbesondere rund um das Thema Landratskandidatur habe es wiederholt Unstimmigkeiten gegeben.
Niemeyer habe in der vergangenen Woche für sich die Reißleine gezogen und zugleich eine persönliche Grenze definiert. Sie wolle ihren Werten und ihrem Verständnis von Demokratie treu bleiben.
Geschäftsführender Vorstand übernimmt kommissarisch
An der Spitze des Kreisverbandes übernimmt nun zunächst der geschäftsführende Vorstand die Verantwortung. Thomas Junker, stellvertretender Kreisvorsitzender, erklärt: „Bis auf weiteres werden die stellvertretenden Vorsitzenden Sabine Echzell, Thomas Junker und Tobias Teßmer gemeinsam und mit Unterstützung der weiteren Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes die Geschäfte des Kreisverbandes fortführen. Über das weitere Vorgehen, insbesondere hinsichtlich einer Mitgliederversammlung mit einer Nachwahl einer/eines Vorsitzenden wird der geschäftsführende Vorstand zeitnah entscheiden“, erklärt Junker.
Zu den konkreten Hintergründen des Rücktritts äußerte sich Junker nicht weiter. Abschließend betont er: „Der geschäftsführende Vorstand zollt dem Rücktritt der bisherigen Vorsitzenden Yvonne Niemeyer großen Respekt und ist dankbar für die in der Vergangenheit geleistete engagierte Arbeit zum Wohle unseres Kreisverbands.“
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