Delligsen (zir). Lars Schneppe (SPD) bewirbt sich um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters im Flecken Delligsen. Der 52-Jährige ist Vater von zwei Kindern im Alter von 17 und 18 Jahren und arbeitet bei der Kriminalpolizei in Hildesheim. Nach mehreren Jahren im Gemeinderat strebt er nun die Leitung der Verwaltung an.
Seit 2021 gehört Schneppe dem Rat an. Aus Gesprächen mit Bürgern und Ratskollegen entstand der Impuls zur Kandidatur. In seiner bisherigen Ratsarbeit erkannte er, wo Entscheidungen aus seiner Sicht stringenter getroffen und Abläufe beschleunigt werden müssen. Sein Ziel ist es, Herausforderungen nicht nur politisch zu begleiten, sondern Verantwortung im Rathaus zu übernehmen und Lösungen umzusetzen.
Der Zeitpunkt ist auch familiär passend. Seine Kinder sind inzwischen selbstständig, sodass er seine Kraft vollständig auf die Aufgabe konzentrieren kann. Rückhalt erhält er aus seinem privaten Umfeld.
Verwaltung modernisieren und Strukturen stärken
Die finanzielle Situation des Fleckens beschreibt Schneppe als anspruchsvoll. Gleichzeitig sieht er Verbesserungsbedarf in organisatorischen Abläufen der Verwaltung. Digitale Verfahren können Prozesse vereinfachen und unnötige Mehrfacharbeit vermeiden. Ziel ist eine zeitgemäße Verwaltung, die effizient arbeitet und den Bürgern transparente sowie zügige Abläufe bietet.
Sein beruflicher Hintergrund bei der Kriminalpolizei und in der Datenforensik prägt seinen Arbeitsstil. Komplexe Sachverhalte analysieren, strukturiert vorgehen und auch in schwierigen Situationen sachlich entscheiden – diese Erfahrungen bringt er nach eigenen Angaben in die kommunale Führung ein.
Sicherheit und Daseinsvorsorge im Fokus
Ein zentrales Anliegen ist für Schneppe die öffentliche Sicherheit. Als Polizeibeamter betont er die Bedeutung einer verlässlichen Gefahrenabwehr. Die Feuerwehren müssen bedarfsgerecht ausgestattet sein. Zudem setzt er sich dafür ein, dass die gesetzliche 15-Minuten-Hilfsfrist im Rettungsdienst in allen Ortsteilen eingehalten wird.
Während der Gasmangellage nahm er Rückmeldungen vieler Bürger auf, die die Abschaltung der Straßenbeleuchtung als unsicher empfanden. Im Rat unterstützte er deshalb die dauerhafte Wiedereinschaltung. Parallel dazu wird die Umrüstung auf LED-Technik vorbereitet.
Auch bei der Pflege der Friedhöfe und beim Umgang mit leerstehenden Gebäuden sieht er Handlungsbedarf. Ein Leerstandskataster soll helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und das Ortsbild zu sichern.
Ehrenamt, Bildung und Entwicklung
Als besondere Stärke des Fleckens hebt Schneppe das ausgeprägte ehrenamtliche Engagement hervor. Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt in Delligsen oder das Apfelfest in Grünenplan stehen beispielhaft für den Zusammenhalt. Auch das DRK, Fördervereine der Freibäder sowie Sport- und Schwimmvereine tragen wesentlich zur Lebensqualität bei. Die Einführung der Ehrenamtskarte würdigt diesen Einsatz zusätzlich.
Mit dem Bau der Oberschule beginnt ein zentrales Zukunftsprojekt. Ergänzend dazu müssen Baugrundstücke ausgewiesen und transparente Rahmenbedingungen für junge Familien geschaffen werden. Ebenso sollen Gewerbeflächen weiterentwickelt und neue Ansiedlungen ermöglicht werden. Der Erhalt der Freibäder sowie die Sanierung der Gemeindestraßen zählen ebenfalls zu seinen Zielen. Zudem spricht er sich für eine Ingenieurstelle in der Verwaltung aus, um Projekte wirtschaftlich im eigenen Haus planen zu können.
Langfristig soll Delligsen als moderner, familienfreundlicher und wirtschaftlich solider Flecken wahrgenommen werden. Eine funktionierende Bildungslandschaft, stabile Infrastruktur und eine lebendige Vereinsstruktur bilden für Schneppe die Grundlage dieser Perspektive.
Mit 30 Jahren im Polizeidienst steht Schneppe nach eigenen Worten für Verlässlichkeit und Offenheit. Er kommuniziert transparent und benennt klar „was geht und was nicht“. Sein Anspruch ist es, Verantwortung zu übernehmen und die Entwicklung des Fleckens nachhaltig zu gestalten.
Foto: Lars Schneppe