Osnabrück (red). Im Rahmen des Tages der Niedersachsen hat der Handelsverband Niedersachsen-Bremen bei seiner Delegiertenversammlung am 29. August 2025 in Osnabrück eine klare Forderung an die Politik gestellt: Sonntagsöffnungen müssten für den Einzelhandel zuverlässig und rechtssicher möglich sein. Anlass ist der verkaufsoffene Sonntag am 31. August in Osnabrück – der erste seit vielen Jahren, nachdem solche Veranstaltungen in der Vergangenheit häufig am Widerstand der Gewerkschaft ver.di gescheitert waren.
„Attraktive Innenstädte brauchen einen lebendigen Einzelhandel. Stadtfeste, Märkte mit oft jahrhundertealten Traditionen und besondere Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Tag der Niedersachsen, sind nur dann für alle Beteiligten ein uneingeschränktes Vergnügen, wenn die Kunden am Sonntag nicht vor verschlossenen Einzelhandelsgeschäften stehen“, betonte die Präsidentin des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mechthild Möllenkamp. Sie forderte von der Landesregierung eine eindeutige und rechtsichere Regelung, die Sonntagsöffnungen zu besonderen Anlässen ohne Einschränkungen ermögliche.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht um eine generelle Freigabe aller Sonntage, sondern vielmehr um die rechtssichere Durchführung von vier bis sechs geplanten Öffnungen im Jahr. Zusätzlich pocht der Verband auf eine Konkretisierung der bestehenden Regelung, die den Verkauf von Waren des täglichen Kleinbedarfs an Sonntagen für bis zu drei Stunden erlaubt. Diese Praxis sei seit fast 20 Jahren bewährt und vor allem für die Nahversorgung im ländlichen Raum von Bedeutung. Auch diese Regelung werde aktuell von der Gewerkschaft in Frage gestellt.