Hameln (red). Der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Hameln begrüßt die geplanten Verbesserungen im neuen Liniennetz des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), sieht jedoch weiterhin Nachbesserungsbedarf. Ziel sei ein familiengerechter und barrierefreier Nahverkehr für alle.
Nach Angaben der Partei werde die Liniennetzplanung für den Landkreis Hameln-Pyrmont und die Stadt Hameln grundsätzlich positiv bewertet. Petra Scheller, Vorsitzende der Grünen Hameln, erklärte, man unterstütze das Ziel, das ÖPNV-Angebot insbesondere für Schulkinder im Landkreis und in der Stadt zu verbessern.
Verbesserungen im Liniennetz
Durch Maßnahmen wie die Verlagerung von Linien sowie Taktverdichtungen mit gesicherten Anschlüssen an wichtigen Knotenpunkten seien bereits Verbesserungen erreicht worden. In der Stadt Hameln bleibe das Angebot für die meisten Stadtteile mit einem Halbstundentakt weitgehend stabil.
Zudem würden unter anderem die frühere Einführung des Sonntagsverkehrs, die Taktverdichtung der Linie 1 sowie schnellere Verbindungen in Richtung Bad Pyrmont, Coppenbrügge und Salzhemmendorf die Erreichbarkeit Hamelns verbessern.
Kritik an einzelnen Änderungen
Gleichzeitig sehen die Grünen weiterhin Handlungsbedarf. Scheller betonte, man begrüße die Verbesserungen, fordere jedoch Nachbesserungen, damit insbesondere Kinder sicher und zuverlässig ihre Schulen erreichen können.
Kritisch bewertet wird unter anderem die Linienführung der Linien 3 und 6 über die Mühlenstraße statt über den City-Busbahnhof sowie der Wegfall einer Haltestelle in Hastenbeck. Auch die Verständlichkeit der Änderungen müsse verbessert werden, etwa beim Ersatz der bisherigen „Freizeitlinien“ durch andere Angebote.
Samuel Everding, stellvertretender Vorsitzender der Grünen Hameln, erklärte, ein sicherer Schulweg müsse für alle Kinder gewährleistet sein, auch wenn sie den Bus eigenständig nutzen.
Konkrete Forderungen
Die Grünen fordern daher, die Linien 3 und 6 wieder über die Haltestelle City/Pfortmühle zu führen. Zudem solle das BHW als großer Arbeitgeber besser an den Bahnhof angebunden werden, etwa durch zusätzliche Fahrten am Morgen und Nachmittag. Auch der Halbstundentakt für Unsen solle erhalten bleiben.
Nach Angaben des Ortsverbands sollen diese Punkte in die politischen Beratungen mit den Verkehrsbetrieben und dem Landkreis eingebracht werden. Ziel sei ein attraktives und barrierefreies Angebot für alle Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind.