Mittwoch, 01. April 2026 Mediadaten Fankurve
Anzeige
Anzeige

Hameln (red). Der Bund hat ein neues Förderprogramm für den Ausbau von Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern gestartet. Ziel ist es, Elektromobilität auch für Menschen attraktiver zu machen, die zur Miete wohnen und bislang oft keinen Zugang zu wohnortnahen Lademöglichkeiten haben. Anträge können ab dem 15. April gestellt werden.

Hintergrund ist die steigende Bedeutung der Elektromobilität: Im Jahr 2025 war jedes fünfte neu zugelassene Auto elektrisch unterwegs, die Zahl der Neuzulassungen stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 40 Prozent. Dennoch bestehen weiterhin Hürden – insbesondere für Mieterinnen und Mieter ohne eigenen Stellplatz oder mit unzureichender Infrastruktur in Tiefgaragen.

Förderung für Infrastruktur und Ladepunkte

Das Programm setzt genau hier an und unterstützt nicht nur einzelne Ladepunkte, sondern den gesamten Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Gefördert werden unter anderem die Vorverkabelung von Stellplätzen, der Netzanschluss, technische Steuerungssysteme sowie bauliche Maßnahmen. Voraussetzung ist, dass mindestens 20 Prozent der Stellplätze – insgesamt jedoch mindestens sechs – entsprechend vorbereitet werden.

Der Bund gewährt Zuschüsse von bis zu 1.300 Euro pro Stellplatz für die infrastrukturelle Vorbereitung. Für die Installation eines zusätzlichen Ladepunkts sind weitere 1.500 Euro möglich. Bei bidirektional nutzbaren Ladepunkten kann die Förderung auf bis zu 2.000 Euro pro Stellplatz steigen.

Von dem Programm profitieren neben Bewohnerinnen und Bewohnern auch Eigentümerinnen und Eigentümer, Vermieter sowie Wohnungseigentümergemeinschaften. Für sie entstehen finanzielle Anreize, Gebäude zukunftsfähig auszustatten und den Wert ihrer Immobilien zu steigern. Auch größere Projekte von Wohnungsunternehmen sollen so wirtschaftlicher umsetzbar werden.

Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese erklärte, das Förderprogramm sei ein Schritt in die richtige Richtung, um das Laden von Elektroautos auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrparteienhäusern zu ermöglichen. Die finanzielle Unterstützung biete einen Anreiz, entsprechende Infrastruktur zu schaffen und auch vor Ort davon zu profitieren.

Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne begrüßte das Vorhaben. Es sei wichtig, Elektromobilität für alle zugänglich zu machen. Lebenssituationen wie das Wohnen in Mehrparteienhäusern oder fehlende private Stellplätze dürften kein Ausschlusskriterium sein.

Weitere Informationen sind online unter elektromobilitaet.niedersachsen.de sowie www.laden-im-mehrparteienhaus.de verfügbar.

Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif#joomlaImage://local-images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif?width=295&height=255